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Wolf steht vor den Toren von Nordrhein-Westfalen
2008-12-14 19:45:01
Ende November erreichte uns eine Pressemitteilung, dass ein Wolf im Bereich des Sollings, ca. 15 km von der Grenze Nordrhein-Westfalens entfernt, gesichtet worden ist. Angesichts eines Aktionsradius des Wolfes von täglich bis zu 50 km sollten sich die Schafhalter vor allem im ostwestfälischen Bereich (Kreise Höxter, Paderborn, Lippe) darauf einstellen, dass in nicht allzu ferner Zukunft der Wolf eine Gefährdung für die Schafe auch bei uns darstellen wird.

Ein Vertreter des nordrhein-westfälischen Umweltministeriums hat sich bereits bei uns erkundigt, wie groß das Gefährdungspotential im Ostwestfälischen Bereich ist, also wie viele Schafherden und Schafe in den genannten Kreisen existieren.
In diesem Zusammenhang gibt es einige Fragen zu klären:

Wen sollte man ansprechen, wenn man den Verdacht hat, dass ein Wolf in die Schafherde eingebrochen ist?

Wer kommt für die Schäden auf, die das Eindringen eines Wolfes in die Schafherde verursacht?

Wie ist die Haftungsfrage zu beurteilen, wenn eine Schafherde aufgrund eines vom Wolf provozierten Ausbruchs Schäden verursacht?

Wie kann man seine Schafe vor dem Wolf schützen?

Der Bezirksvorsitzende der genannten Kreise wird Anfang Januar die Delegierten dieses Bezirkes zu einem Gespräch einladen, um mit ihnen zu beraten, welche Forderungen angesichts der neuen Gefährdung zu stellen sind und wie diesen Forderungen Nachdruck verliehen werden kann.

Auf Bundesebene gibt es bereits einen VDL-Ausschuss zu dem Thema „Beutegreifer“. Dieser lädt alle interessierten Schafhalter im Rahmen der Grünen Woche am 23. Januar 2009 zu einer Informationsveranstaltung zu diesem Thema ein.

Genaue Informationen erhalten Sie, wenn Sie die Einladung zu der Veranstaltung herunterladen:

Ausbreitung von Wolf, Luchs und Bär in Deutschland - Auswirkungen auf die Weidetierhaltung (80 KB)

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LANUV bestätigt zwei weitere Wolfsnachweise im Wolfsgebiet Schermbeck
Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bestätigt zwei weitere Wolfsnachweise im Wolfsgebiet Schermbeck. Der erste Nachweis erfolgte mittels eines Fotos einer Wildkamera im Hünxer Wald vom 25. März 2019. Der zweite Nachweis erfolgte anhand genetischer Untersuchungen einer Speichelprobe an zwei gerissenen Schafen in Hünxe vom 29. März 2019. Die Individualisierung des Wolfes ist beim Forschungsinstitut Senckenberg in Gelnhausen noch in Bearbeitung.

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