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Schafhalter knüpfen Kontakte nach Brüssel
2010-04-20 17:37:17
Beim Besuch des grünen Europaabgeordneten Martin Häusling auf dem Schäferhof in Marienheide-Scharde konnten die oberbergischen Schafhalter auf viele Sorgen aufmerksam machen, die ihren Berufsstand belasten. So trägt besonders die neue Kennzeichnungsverordnung mit der Pflicht elektronisch lesbarer Ohrmarken dazu bei, das Bürokratie-Fass zum Überlaufen zu bringen. „Wir kommen vor lauter Schreibarbeit kaum noch zum Arbeiten!“, so Hans-Peter Blechmann, 2.Vorsitzender der Interessengemeinschaft Oberbergischer Schafhalter, IGOS.

Häusling, selber Biolandwirt aus Hessen, erläuterte die Hintergründe für die Dokumentationspflichten mit der Notwendigkeit, Missbrauch bei den Agrarzahlungen entgegenzuwirken. Er zeigte sich gut informiert auch über die geplante Musterklage von Schafhaltern für eine Wiedereinführung einer vereinfachten Bestandskennzeichnung und versprach, dieses Anliegen und auch die Vorschläge der Schäfer zur künftigen Neuorientierung der EU Agrarpolitik in seiner Position zu berücksichtigen. Mit einer Tüte voller Schafmilchprodukte ging es nach dem Besuch auf dem Bioland Schäferhof weiter zum nächsten Termin des Agrarpolitikers zur Unterstützung der Grünen im NRW Landtagswahlkampf.

Das Bild oben rechts zeigt Seb Schäfer und Martin Häusling im Gespräch über die überbordende Bürokratie in der Schafhaltung.

Autor: Sebastian Schäfer, Marienheide-Scharde

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