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Ministerium informiert Schäfer über die Beihilfefähigkeit schafbeweideter Flächen
2011-03-11 15:11:29
Fast 50 Berufsschäfer konnte Ministerialrat Weiler vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MKULNV) am Donnerstag, dem 10. März 2011 im Landwirtschaftszentrum Haus Düsse begrüßen, um sie über die Grenzen der Anerkennungsfähigkeit von Flächen als Dauergrünland für die Betriebsprämie zu informieren.

Gemeinsam mit seinem Kollegen Dr. Scholtissek und dem Schafzuchtverband NRW hatte MR Weiler diese Informationsveranstaltung speziell für Multiplikatoren im Schafsektor und interessierte Berufsschäfer organisiert, um der Rechtsunsicherheit in diesem Bereich zu begegnen. Im vergangenen Jahr hatte der technische Prüfdienst der Landwirtschaftskammer NRW bei örtlichen Kontrollen von Schäfereien verschiedentlich Flächen teilweise oder ganz die Beihilfefähigkeit abgesprochen, was dann auch zu manchmal empfindlichen Sanktionen aufgrund der bestehenden EU-Regeln geführt hat.

Dr. Scholtissek hat aufgrund von Erfahrungen mit der Auslegung der Verordnungen durch die EU-Kommission Ende letzten Jahres einen Erlass herausgegeben, der nun als Grundlage für die Anerkennung von Flächen als Dauergrünland in Nordrhein-Westfalen von den Prüfern der Landwirtschaftskammer herangezogen wird. Vor allem Schäfer, die im Rahmen der Landschaftspflege tätig sind, sind gut beraten, sich sehr intensiv mit diesem Erlass auseinanderzusetzen und nur dann Betriebsprämie für Flächen zu beantragen, bei denen sie sich sicher sein können, dass sie auch vom technischen Prüfdienst der Landwirtschaftskammer als Dauergrünlandflächen anerkannt werden.

In diesem Sinne war die Informationsveranstaltung sehr hilfreich. Dies bestätigte auch Günther Czerkus, der Sprecher des VDL-Ausschusses für Berufsschäfer. Er gratulierte den nordhrein-westfälischen Schäfern zu der guten Zusammenarbeit ihres Verbandes mit dem Ministerium und bedankte sich ausdrücklich bei Dr. Scholtissek, dass er mit seinem Erlass zumindest für Rechtssicherheit bei den Schäfer gesorgt habe, auch wenn man nicht in allen Punkten hinsichtlich der Anerkennung der Beihilfefähigkeit gleicher Auffassung sei. Er wünschte sich, dass auch andere Bundesländer den Schäfern solche Hilfen an die Hand geben würden, damit es nicht zu unnötigen Sanktionen komme, die für Schäfereien den Ruin bedeuten könnten.

MR Weiler und Dr. Scholtissek haben freundlicherweise die Präsentationen ihrer Vorträge dem Schafzuchtverband NRW zur Verfügung gestellt, Mitglieder können sich diese Präsentationen im Internen Bereich der Homepage kostenlos herunterladen (Bereich Downloads)
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