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MKULNV NRW gibt Dioxin-Erlass zur Lebensmittelsicherheit von Schaflebern heraus
2011-03-30 13:56:19
Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MKULNV) hat in einem Erlass Schaflebern als unsichere Lebensmittel eingestuft und die Veterinärämter angewiesen, dafür zu sorgen, dass Schaflebern nicht mehr in Verkehr gebracht werden.

Hintergrund dieser Maßnahme ist, dass bei einem bundesweiten Monitoring festgestellt worden ist, dass bei ca 70 % der untersuchten Schaflebern die gesetztlich festgelegten Summengrenzwerte für Dioxine und PCB überschritten worden sind. Schaffleisch wird dagegen weiterhin als unbedenklich eingestuft, da hier Grenzwertüberschreitungen nur in wenigen Fällen festgestellt wurden.

Der Vorsitzende des Schafzuchtverbandes NRW Burkhard Schmücker machte in einem Schreiben an das Ministerium deutlich, dass es nicht sein könne, dass nun die Schafhalter ausbaden müßten, was an andere Stelle in der Vergangenheit versäumt worden ist. Nach allem was als Ursache für die Dioxin-Belastung der Schaflebern bekannt ist, wird eine allgemeine Dioxin-Hintergrundbelastung kombiniert mit einer besonders effizienten Arbeitsweise der Schafleber als Filterorgan für die erhöhten Lebergehalte verantwortlich gemacht. Dioxin haftet an Schmutzpartikeln in der Luft und gelangt auf diese Weise auf das Gras, welches von den Schafen aufgenommen wird. Helfen könnte nur eine Haltung der Schafe in Ställen, gefüttert mit industriell hergestelltem Futter, welches frei von Dioxinen ist. Dies aber widerspricht der Funktion der Schafe als Landschaftspfleger und ist daher völlig unakzeptabel.

Da Verursacher der Dioxinbelastung in der Luft nicht eindeutig zu identifizieren sind, sind Schadenersatzforderungen nicht durchsetzbar. Daher fordert Burkhard Schmücker vom Land NRW eine Entschädgigung der Schafhalter dafür, dass die Lebern nicht mehr verkauft werden können.

Registrierte Mitglieder des Schafzuchtverbandes können sich im internen Bereich umfassend über die Dioxinproblematik informieren, entsprechende Dokumente stehen zum Download bereit, zu diesem Zweck wurde ein eigener Downloadbereich "Dioxin" eingerichtet. Dort findet sich auch das jüngste Schreiben des Schafzuchtverbandes ans Ministerium.
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