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Landesschau für Landschafrassen in Lindlar - nass, aber schön!
2011-09-23 14:19:51

Ergebnisliste Landesschau



Vielfältig und bunt präsentierten sich die Tiere, die in Lindlar bei der nordrhein-westfälischen Landesschau für Landschafe am Sonntag, dem 18. September, den beiden Preisrichtern Walter Merkelbach aus Neitersen und Heinrich Weßendorff aus Duisburg vorgestellt wurden. Durch ihren Einsatz in der Landschaftspflege, aber auch als Rasenmäher in kleineren Nebenerwerbsbetrieben, haben Landschafe in den letzten beiden Jahrzehnten ungeheuer an Stellenwert gewonnen.

Auch wenn das Wetter nicht ganz mitspielte, so hatte die Interessengemeinschaft Oberbergischer Schafhalter zumindest allen Schafen ein Dach über dem Kopf bereit gestellt. Vom Fachpublikum wie auch von den Laien am Ring wurde die Vielzahl der Schafrassen bestaunt: 63 Tiere aus neun verschiedenen Schafrassen von 18 Schafhaltern aus ganz Nordrhein-Westfalen stellten sich dem Urteil der Richter, die wortgewandt dem Publikum, das nach dem Regen aus allen „Löchern“ kam, und auch den Züchtern ihre Entscheidungen begründeten.

Am stärksten präsentierten sich den Preisrichtern die Rassen, die auch mit den größten Auftriebszahlen in Lindlar beeindruckten: Das beste Mutterschaf der Rasse Coburger Fuchsschaf, die Nr. DE 0105 10117418 von Christine Fach aus Gummersbach, errang die Schärpe als Gesamtsiegerin der Schau. Beeindruckend für die Richter dabei die Harmonie dieses dreijährigen Schafs, das Werbung für die Rasse mit dem goldenen Vlies machte.

Genauso zufrieden wie Christine Fach konnte Peter Adams aus Kempen die Heimreise antreten, hatte seine fünfjährige Graue Gehörnte Heidschnucke RH 017763 doch die Preisrichter so überzeugen können, dass sie Reservesiegerin wurde. Sie verkörperte am besten den Rassetyp der Heidschnucke mit einem hervorragenden Fundament und edlem Ausdruck. Zweiter Reservesieger der Schau wurde Wolf-Dieter Deter aus Spenge mit dem Bock DE 0105 10346170 der Rasse Weiße Gehörnte Heidschnucke.

Wolf-Dieter Deter und Peter Adams wurden für ihre züchterischen Leistungen mit einer Medaille der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Für Christine Fach gab es eine Medaille des Ministeriums (MKULNV).

Resümiert man den Tag aus Sicht der Schafzüchter, so wird deutlich, dass solche Veranstaltungen für das Miteinander sehr förderlich sind; denn nur in einem fairen Vergleich untereinander sehen Züchter wie Zuschauer, welche unterschiedlichen Qualitäten die vielen Schafrassen zu bieten haben, die Nordrhein-Westfalen ihre Heimat nennen. Und auch wenn man nicht als Sieger hervorgeht, so bringt einen der fachliche Austausch mit Züchterfreunden um einiges weiter.
(Hubert Fischer, Gummersbach)
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