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Schmallenberg-Virus: Meldepflicht geplant
2012-01-25 10:11:04
Das Bundeslandwirtschaftsministerium plant per Eilverordnung eine Meldepflicht für das Schmallenberg-Fieber einzuführen. Da der Bundesrat dem zustimmmen muss, kann die Meldepflicht allerdings erst Ende März in Kraft treten.

Die Einführung der Meldepflicht gilt als eine Grundvoraussetzung dafür, dass die Tierseuchenkassen über eine Beihilfe für betroffene Tierhalter nachdenken können, da entsprechende Unterstützungen sonst von der EU als unzulässige Subvention ausgelegt werden können. In Nordrhein-Westfalen wurden die Kreisveterinärbehörden bereits gebeten, alle Verdachtsfälle an die Tierseuchen-Datenbank (TSN-Projekt) zu melden. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes NRW (LANUV) aktualisiert laufend die Zahl der Verdachtsfälle und Feststellungen auf seiner Homepage. Am heutigen Tage gibt es demnach 84 Verdachtsfälle und 39 nachgewiesene Fälle von Schmallenberg-Virus-Infektionen. Die Homepage des LANUV erreichen Sie über einen Link auf der Seite "Links" dieser Website.

Am 25. Januar 2012 kommt der Vorstand des Schafzuchtverbandes NRW zu einer Sondersitzung zusammen, um über die neue Tierseuche zu beraten. Dabei wird es vor allem auch um die Frage gehen, ob eine Beihilfe durch die Tierseuchenkasse gefordert werden soll.

Mittlerweile ist die Seuche auch in England angekommen, wie der Online-Dienst www.animal-health-online.de berichtet. Außerdem hat Russland mittlerweile einen Import-Stopp für Schafe und Ziegen verhängt.
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