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6000 Besucher beim 6. Bergischen Schäfertag in Lindlar
2014-05-19 15:28:49
Der Bergische Schäfertag am Muttertag im LVR-Freilichtmuseum in Lindlar hat mit seiner 6. Auflage schon fast Traditionsstatus erreicht. Als Ausrichter hatten die Arche Gruppe Bergisch Land, die Kampagne „Vielfalt Lebt“ und die Interessengemeinschaft Oberbergischer Schafhalter (IGOS) dafür gesorgt, dass 20 Aussteller das breite Rassespektrum der Schafe im Bergischen Land den fast 6.000 zahlenden Besuchern an einem witterungstechnisch leicht durchwachsenen Schautag vorstellen konnten.

Neben der Präsentation der Schafe stellt dabei die Arbeit rund um das Schaf einen Themenschwerpunkt dar, der insbesondere das jüngere Publikum fasziniert: Ob es das Spinnen der Wolle ist, oder ganz einfach das Scheren der Schafe. An diesem Sonntag gab es all das komprimiert im Freilichtmuseum. Gerd Dumke aus Windeck schor einige der Schautiere, und gerade für viele Kinder waren die Schur und die dabei pro Schaf anfallenden 3 – 4 Kilogramm Wolle das Highlight.

Die Arbeit mit Hütehunden, die von Gisela Norrman demonstriert wurde, die mit zwei Border-Collies Schafe auf der Weide verlud, faszinierte das Publikum. Auch die Arbeitsgemeinschaft Altdeutscher Hütehunde präsentierte sich und ihre Arbeit und stieß auf viel Interesse.

Im Schauring waltete in bekannt souveräner und lockerer Art Heinrich Weßendorff aus Duisburg, der in 4 Klassen 25 Böcke, zum Teil im Besitz der IGOS zum Teil in Privatbesitz, richtete. Die Schau repräsentierte den sehr hohen Stellenwert, den insbesondere die Landschafzucht in der Region genießt, und so wundert es auch nicht, dass die Rasse Graue Gehörnte Heidschucke zum „Lieblingsschaf des Publikums“ gewählt wurde. Hierbei muss besonders herausgestellt werden, dass Bruno Becker aus Wipperfürth-Großhöhfeld sein Siegerschaf der 5. Bundesschau der Landschafe im Rahmen der Grünen Woche (wir berichteten) dem heimischen Publikum präsentieren konnte.

Der Titel des schönsten Tieres der Schau verlieh die Jury dem Leineschafbock von Kai-Uwe Neuhoff aus Waldbröl, der ein sehr rassetypisches Exemplar dieser seltenen, fast vom Aussterben bedrohten Rasse vorstellte.

(Hubert Fischer)
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