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Pressemitteilung Schafzuchtverband NRW
2016-03-31 10:11:35
In Barntrup‐ Sommersell/Lippe ist es über Ostern im Wohngebiet zu Rissen bei Zwergziegen gekommen. Nach einem ersten Übergriff wurden die Tiere nicht weiter gesichert, aber eine Wildkamera aufgehängt. Diese zeichnete beim zweiten Angriff den Täter auf. Das LANUV hat in Abstimmung mit LUPUS in Sachsen die Videosequenzen als C 1‐Nachweise gewertet. Damit ist ein
Wolf als Verursacher bestätigt.

http://www.nw.de/lokal/kreis_lippe/barntrup/barntrup./20749496_Wolf‐reisst‐Ziege‐im‐Dorf‐vorlaufender‐Kamera
http://www1.wdr.de/nachrichten/westfalen‐lippe/wolf‐im‐lippischen‐sommersell‐100.html

Die Weidetierhalter sollten, sofern noch nicht geschehen, umgehend ihre Zäune auf Löcher und Bodenunebenheiten zum Durchschlupf untersuchen. Wenn möglich, sollten kleine, gebäudenahe Bestände nachts aufgestallt werden. Elektronetze mit Spannung über 4000 Volt an allen Stellen (zusätzliche Erdstäbe) bieten einen Grundschutz, den die meisten Hundeartigen nicht überwinden.

Hierzu hilfreich, ohne gleich wild aufzurüsten:

http://www.berufsschaefer.de/152/#Wolfsvideo– „Strom gegen Wölfe“

Erhöhte Aufmerksamkeit vielleicht in Zusammenarbeit mit den Nachbarn‐ ist geboten. Panikreaktionen helfen hingegen vermutlich niemand. Dass der streng geschützte Wolf auch nach NRW kommt, war abzusehen – der Schafzuchtverband bietet seit Jahren mit Kooperationspartnern Informationsveranstaltungen dazu. Wir müssen darüber nicht erfreut sein – aber wenn wir unsere Tiere behalten wollen, müssen wir sie schützen. Und
einfordern, dass auch diese ein Anrecht auf Schutz haben. Nach erfolgtem Übergriff besteht die Möglichkeit, für einen kurzen Zeitraum Wolfsschutz‐Sets auszuleihen, bis man sich selbst ausgestattet hat.

Die Adressen für Notfallsets und die Adressen der Wolfsberater finden Sie im Internen Bereich dieser Homepage unter "Herdenschutz"

Der Schafzuchtverband NRW fordert fordert seit 2009 eine klare Regelung für Übergriffe durch den Wolf und bringt seine Anliegen u.a. in den Arbeitskreis beim Land ein – NRW hat als einziges Bundesland entgegen anderslautender Versprechungen noch immer keinen veröffentlichten Handlungsleitfaden.

Im Forderungskatalog aller Landesschafzuchtverbände sowie der Ziegenzüchter (VDL/BDZ 2015) wird deutlich aufgelistet, was für die kleinen Wiederkäuer notwendig ist, um ihre erfolgreiche Arbeit in
der Landschaft auch weiterhin leisten zu können. Auch diesen Text finden Sie zum Download im Internen Bereich dieser Homepage
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Aktuelles:

Neues Wolfsverdachtsgebiet Oberbergisches Land
Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit:

Fotonachweise und genetische Spuren an gerissenen Nutz- und Wildtieren legen nahe, dass ein Wolf im Oberbergischen Land zwischen der Bundesautobahn A3 im Westen, der Bundesautobahn A4 im Norden und der Landesgrenze nach Rheinland-Pfalz im Südosten ortstreu geworden ist. Derselbe Wolf wurde auch im Landkreis Neuwied in Rheinland-Pfalz nachgewiesen. Vor diesem Hintergrund wird das Umweltministerium noch in dieser Woche erstmals ein “Wolfsverdachtsgebiet“ für die Region “Oberbergisches Land" ausweisen.


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