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Neu: Tierseuchenkasse zahlt Beihilfe zur Maedi/CAE-Sanierung
2017-05-16 15:42:27
Die Tierseuchenkasse hat in ihrer letzten Sitzung des Verwaltungsrates beschlossen, ab sofort eine Beihilfe zur Maedi- und CAE-Sanierung in Höhe von 2,- € je Blutprobe zu zahlen. Voraussetzung ist die Teilnahme am entsprechenden Sanierungsprogramm der Züchtervereinigungen. Die Beihilfe wird auf der Rechnung des Tierarztes direkt in Abzug gebracht.

Begründung der Tierseuchenkasse NRW:

Die CAE der Ziegen und die MAEDI-Infektion in Schaf- und Ziegenbeständen gehört zu den Virusinfektionen bei Ziegen und/oder Schafen.
Die Infektionen bzw. Erkrankungen verlaufen i.d.R. chronisch mit unspezifischen Symptomen, die alle von einer erheblichen Leistungsdepression geprägt sind und damit zu erheblichen wirtschaftlichen Verlusten führen.

In NRW haben die Schaf- und Ziegenzuchtverbände in Zusammenarbeit mit dem Tiergesundheitsdienst der Landwirtschaftskammer und/oder mit Schaf- und Ziegenzucht-verbänden anderer Bundesländer freiwillige Sanierungsverfahren erarbeitet. Diese sind in entsprechende Leitlinien dokumentiert.

Die am Sanierungsprogramm teilnehmenden Betriebe verpflichten sich, die Vorgaben der Leitlinien einzuhalten.

Ziel der Sanierung ist es, CAE- bzw. MAEDI-unverdächtige Betriebe zu schaffen bzw. zu erhalten. In der Regel nehmen nur Zuchtbetriebe an den Sanierungsverfahren teil. Ihr Engagement schützt alle Betriebe vor Neuinfektionen.

Zu den Untersuchungskosten sowie zu den Kosten der Probenentnahme (Blutprobe) wurden in der Vergangenheit keine Beihilfen gezahlt, der Tierhalter musste bisher somit für die Sanierung alleine aufkommen.

Nähere Informationen zur Teilnahme an den Sanierungsprogrammen und den Voraussetzungen für die Inanspruchnahme der neuen Beihilfe gibt es bei den Züchtervereinigungen für Schafe und Ziegen.
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